Glänzende Aussichten
Foto: Winterhalter

Glänzende Aussichten

Optimiert arbeiten, automatisch und intelligent steuern: so verändert sich die gewerbliche Spülküche

von Karoline Giokas
Donnerstag, 24.07.2025
Artikel teilen: 

Wer in der Spülküche Zeit, Personal und Ressourcen sparen will, kommt an automatisierten Lösungen kaum noch vorbei. Hobart setzt hier auf eine Kombination aus bewährter Technik und smarten Innovationen, die die tägliche Arbeit deutlich erleichtern sollen.

Hobart-Untertischspülmaschine mit Besteck Premium
Gerüttelt, nicht poliert: Bei der Hobart-Untertischspülmaschine mit Besteck Premium verhindert ein herausnehmbarer rotierender Besteckkorb durch permanentes Rütteln Sprühschatten, was für gänzlich fleckenfreies und hygienisch sauberes Besteck sorgt. Foto: Hobart

Zwei zentrale Neuerungen stehen bei dem Unternehmen im Fokus: Die neue Untertischspülmaschine mit dem Feature Besteck Premium ersetzt das manuelle Polieren von Besteck – ein aufwendiger Arbeitsschritt, der in Betrieben oft wertvolle Zeit und Personal bindet. Ein rotierender Besteckkorb sorgt durch permanentes Rütteln für fleckenfreie Ergebnisse. Die Kombination aus Spül-, Polier- und Trocknungsfunktion spart Stellfläche und bares Geld. „Gastronomen sparen damit nicht nur wertvollen Platz, sondern auch kostbare Arbeitszeit und dadurch Personalkosten“, erläutert Manfred Kohler, Geschäftsführer bei Hobart.

Ein weiteres Highlight ist die neue Bandspülmaschinen-Generation FLOW Line mit KI-basierter Smart ­Vision Control. Über 80.000 Bilddaten ermöglichen, dass die Maschine jedes Spülgut erkennt und den Spülprozess automatisch anpasst. Die Vorteile: ­weniger Ressourcenverbrauch, fehlerfreie Bedienung – auch bei ungelerntem Personal – und optimale Waschlauge durch ASR2-System, das Verschmutzungsgrad und Schmutzaustrag intelligent steuert.

Connected Wash von Winterhalter
Eine Auswertung des Spülverhaltens via Connected Wash von Winterhalter zeigt auf einen Blick den stärksten Tag der Woche, die stärkste Stunde, den stärksten Monat sowie das meistgenutzte Spülprogramm des Kunden. Damit kann z. B. der Personaleinsatz besser geplant werden. Foto: Winterhalter

Gastronomen können mit intelligenter Technik nicht nur wertvollen Platz, sondern auch kostbare Arbeitszeit und dadurch Personalkosten sparen

Manfred Kohler, Geschäfts­führer bei Hobart

KI, Connected Wash und ein Musterbeispiel aus der Praxis

Auch bei Winterhalter hält die künstliche Intelligenz nun ordentlich Einzug: „Den größten Benefit sehe ich im Bereich der Benutzerfreundlichkeit und der Optimierung von Spülprozessen“, erklärt hierzu Jörg Forderer, Leiter Produktschulung bei Winterhalter Deutschland. Vernetzte Spülmaschinen lassen sich bequem per App steuern, senden Wartungs­erinnerungen und ermöglichen präzise Fehleranalysen per Remote-Zugriff – das spart wertvolle Zeit im stressigen ­Küchenalltag. 

KI kann Spülmaschinen in Echtzeit analy­sieren und so Wasser-, Energie- und Chemieverbrauch reduzieren – ohne Kompromisse bei der Hygiene

Jörg Forderer, Winterhalter Deutschland

Im Bereich Nachhaltigkeit forscht das Unternehmen aktuell an KI-gestützter  Echtzeitoptimierung: Programme passen sich beispielsweise automatisch dem Spülgut an, sodass Wasser-, Energie- und Spülmittelverbrauch reduziert werden, ohne bei der Hygiene Abstriche zu machen.
Beim Thema Mehrweg punktet Winterhalter mit durchdachten Komplett­lösungen für Kunststoffgeschirr – inklusive Körben, Spezialchemie und dem Trocknungsgerät DMX. Ergebnis: saubere, trockene Becher und Bowls in unter zwei Minuten, sofort stapelbar – ein echter Effizienzgewinn.

Bei der FLOW Line treffen hohe Wirtschaftlichkeit, beste Spülergebnisse
Bei der FLOW Line treffen hohe Wirtschaftlichkeit, beste Spülergebnisse und ausgezeichnete Reinigungsfreundlichkeit aufeinander. Dafür sorgen nicht zuletzt die PREMAX inside Features CLIMATE-PRO, LCI und LFR. Foto: Hobart

Wie gut all das in der Praxis funktioniert, kann man im Betriebsrestaurant der Eumetsat in Darmstadt sehen. Hier sorgt eine leistungsstarke Bandspül­maschine vom Typ MTF M25-2L für reibungslose Abläufe bei bis zu 600 Essen am Tag. Eduard Folie, Caterer vor Ort, berichtet: „Besonders wichtig sind uns effiziente Arbeitsabläufe. Deshalb haben wir uns für eine leistungsstarke und freistehende MTF entschieden –  plus einen hohen Grad an Automati­sierung.“ Das Gerät lässt sich von vier Personen gleichzeitig bedienen, die Arbeitsprozesse sind deutlich ergonomischer, Kunststofftabletts müssen dank zweier Trocknungseinheiten nicht mehr von Hand nachgetrocknet werden. Und auch die Energiebilanz stimmt – dank integrierter Wärmepumpe.

Serie Smeg Pura
Gesundes Umfeld für die Mitarbeiter: Einige Modelle der Serie Smeg Pura verfügen über eine Wrasenkondensation mit Wärmerückgewinnnung (SHR+). Dass der während der Spülphase entstehende Dampf nicht nach außen tritt, verbessert die Luftqualität. Foto: Smeg

Flexible Spüllösungen für alle Anforderungen

Mit der neuen Pura-Serie präsentiert Smeg eine modular aufgebaute Pro­duktlinie, die von der kompakten Gläserspülmaschine bis zur Haubenmaschine mit Wärmerückgewinnung reicht. Als besonders clever erweist sich das System MyPersonal Wash: Jeder Spülparameter wie Zeit, Temperatur, Chemie oder Waschdruck lässt sich individuell anpassen – ideal bei gemisch­tem Spülgut von Porzellan bis Kristallglas. Zudem setzt Pura auf Ressourcenschonung: Das AdaptWash-System reguliert automatisch Wasser- und Chemieverbrauch, die patentierte SHR+ Wärmerückgewinnung verbessert das Raumklima und senkt den Energiebedarf um bis zu 25 Prozent. Ein fünf­stufiges Filtersystem sorgt für gleichbleibend hohe Spülqualität – Zyklus für Zyklus, auch bei hoher Auslastung.

Ob durch künstliche Intelligenz, maßgeschneiderte Programme oder clevere Trocknungslösungen – Spül­technik 2025 zeigt eindrucksvoll, wie digitale Innovationen und pra­xisnahe Systeme die Küchenarbeit effizien­ter, nachhaltiger und angenehmer gestalten können.                          

Weitere Artikel aus der Rubrik Technik & Equipment

Artikel teilen:
Überzeugt? Dann holen Sie sich das HOGAPAGE Magazin nach Hause!