Elyas M Barek
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10 Fragen an Elyas M’ Barek

von Daniela Müller
Samstag, 04.11.2017
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Im Interview mit HOGA­PAGE hat der sympathische Frauenschwarm u. a. verraten, warum sich ein Besuch im Kino lohnt und weshalb seine Bar Paisano, die er gemeinsam mit zwei Freunden in München betreibt, wohl nicht mehr als ein schönes Hobby bleiben wird.

Gerade ist im Kino der dritte Teil von FACK JU GÖHTE angelaufen. Auf welche spannenden Ent- bzw. Verwicklungen bei Zeki und seinen Schützlingen dürfen wir uns freuen?

Der dritte und letzte Teil macht die Trilogie komplett und schließt die Geschichte ab. Der Film ist dabei nicht nur extrem lustig, sondern hat auch viele emotionale Momente zu bieten. Es ist wirklich für jeden etwas dabei: witzige Dialoge, was ­Albernes, viel Gefühl. Und wir behandeln auch Themen, die heute wichtig sind, wie Mobbing oder Leistungsdruck in der Schule. Es ist wirklich ein Film für Jung und Alt.

Was lieben Sie besonders an Ihrer Rolle als Chaos-Lehrer Zeki Müller?
An Zeki Müller liebe ich seine unverstellte Art. Er bricht Konventionen, denkt und redet frei Schnauze. Zeki lässt sich keine Grenzen aufzeigen, hat dabei aber ein ganz großes Herz.

Sind Sie traurig darüber, dass die Trilogie zu Ende geht?
Ja klar! Jeder Abschluss ist doch immer irgendwie traurig. Wir alle hatten mit FACK JU GÖHTE sehr viel Spaß. Drei Teile zu drehen mit dem gesamten Team – auch hinter der Kamera –, war schon etwas sehr Besonderes. Aber eigentlich freuen wir uns alle darauf, den dritten Teil jetzt endlich dem Publikum zu zeigen.

Sie haben 2015 gemeinsam mit zwei Freunden Ihre Bar Paisano in München eröffnet. Wie kam es dazu?
Die Idee entstand bei einem gemeinsamen Abendessen: Warum nicht einfach zusammen eine Bar eröffnen? Einer meiner beiden Freunde und Geschäftspartner ist übrigens schon lange Gastronom und betreibt mehrere Läden in München. Ich selbst würde mich aber nach wie vor nicht als Gastronom bezeichnen, weil ich eigentlich nur Teilhaber im Paisano bin. Die Bar ist für mich in erster Linie ein schönes Hobby.

Waren Sie an der Konzeptionierung des Paisano beteiligt?
Ja, tatsächlich bestand für mich die Hauptaufgabe darin, dass ich gemeinsam mit meinen Partnern den Laden konzeptioniert habe. Wir haben uns da richtig ausgetobt und – wie ich finde – etwas richtig Gutes zusammen geschaffen. Von den Fliesen am Boden über die Farbe an der Wand bis zu den selbst gemachten Holzmöbeln entstand alles nach unseren Vorgaben. Wir haben uns also richtig ausgetobt. Das Ergebnis würde ich italo-amerika­nisches Design nennen.

Wie oft sind Sie selbst im Paisano anzutreffen? Und schaffen Sie es trotz Ihrer vielen Fans auch mal, einen ungestörten Abend dort zu verbringen?
Ehrlich gesagt, arbeite ich selbst nicht hinter der Bar – da habe ich meine Partner, die gastronomisch viel mehr Expertise haben als ich. Und die machen das alles hervorragend. Ich konzentriere mich lieber auf die Schauspielerei, denn das ist schließlich mein Beruf. Aber immer, wenn sich die Gelegenheit ergibt, komme ich gerne auf einen Espresso vorbei. Und trinke ein gutes Glas Weißwein oder einen Sprizz – je nach Lust und Laune…

Ich schaffe es dann meist recht gut, dort in Ruhe den Abend zu genießen. Unser Publikum ist im Gros älter als 20 Jahre, da wird man ruhiger (schmunzelt). Die meisten Gäste wollen selbst ungestört sein, einfach gut essen und trinken. Deshalb werde ich nur ganz selten nach einem Foto gefragt. Prinzipiell kommen die Leute ja nicht wegen mir, sondern ­wegen des Ladens.

Würden Sie sich selbst als angenehmen Restaurantgast bezeichnen?
Absolut. Ich gebe immer ausreichend Trinkgeld, denn ich freue mich, wenn der Service gut ist. Ich bin sehr dankbar, wenn Leute sich um mich als Gast bemühen und aufmerksam sind. Das honoriere ich sehr.

Worauf achten Sie als Erstes, wenn Sie ein Restaurant oder eine Bar betreten?
Ich achte auf das Publikum. Welche Leute sitzen da? Und dann schaue ich mir die Karte an. Die Weinkarte ist sehr wichtig für mich. Ich finde es z. B. prima, wenn ein Restaurant auch guten offenen Wein anbietet. Es ist traurig, wenn man nur ein Glas Wein trinken möchte, dann aber leider merkt, dass die Flasche ganz offensichtlich schon seit einer Woche geöffnet herumgestanden ist. Oder dass sich der Wirt überhaupt keine Mühe bei der Auswahl der offenen Weine ge­geben hat. Natürlich lege ich zudem Wert darauf, dass die Qualität der Speisen gut ist.

Welche Persönlichkeit – tot oder lebendig – würden Sie gerne mal zufällig an Ihrer Theke treffen?
George Clooney! Ich finde, das ist ein unglaublich guter Schauspieler. Ohne ihn persönlich zu kennen, vermute ich, dass er eine tolle Persönlichkeit hat. Ich mag seinen Stil, sein Aussehen, ich mag die Art und Weise, wie er sich präsentiert, wie er sich interessiert und engagiert – auch für politische Themen.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Das Leben ist zu kurz, um …
… schlechten Wein zu trinken!

Der Original-Text aus dem Magazin wurde für die Online-Version evtl. gekürzt bzw. angepasst.

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