Alles für den Gast
Foto: Reed Exhibitions Salzburg/Andreas Kolarik

Jubiläums-Messe

von Clemens Kriegelstein
Donnerstag, 31.10.2019
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Die »Alles für den Gast«-Messe feiert ihren 50. Geburtstag

50 Jahre ist es jetzt her, dass die »Alles für den Gast« in Salzburg erstmals ihre Pforten für Hoteliers, Gastronomen, Gemeinschaftsverpfleger und andere Profis im Gastgewerbe geöffnet hat, und in kürzester Zeit ist es der Messe gelungen, zur größten und wichtigsten Gastro-B2B-Messe im süddeutschen Sprachraum zu werden. Auch dieses Jahr werden zwischen 9. und 13. November wieder rund 750 Aussteller und über 46.000 Fachbesucher erwartet.

Dabei hat sich Veranstalter Reed Exhibitions für die Jubiläumsausgabe der »Alles für den Gast« gleich zwei Neuerungen einfallen lassen: In Zusammenarbeit mit der Veganen Gesellschaft Österreich präsentiert man erstmals als Toptrend eine »Vegane Welt« im Foyer in Halle 10. Dabei sollen nicht nur vegane Produkte und Trends vorgestellt, sondern auch detaillierte Informationen und Hemmschwellen abbauende Aufklärung zur veganen Ernährung bzw. Zubereitung vermittelt werden.

Premiere zwei ist ein erstmals »bespielter« Außenbereich direkt im Anschluss an die Halle 9. Von Nutzfahrzeugen und Foodtrucks über Grillequipment und Heizgeräten bis hin zu Unterständen oder Lounge- und Outdoormöbeln, dazu kulinarische Trends, innovative Technologien und Produkt-Highlights sollen die Messekunden hier entdecken können. Absoluter Höhepunkt: Ein großer Smoker wird angeheizt, was bislang auf der »Alles für den Gast« noch nie möglich war.

Die Fachmesse belegt auch in ihrer 50. Ausgabe sämtliche Hallen im Messezentrum Salzburg sowie die direkt angedockte Salzburgarena. Und auch dieses Jahr wird es wegen der starken Nachfrage nach Ausstellungsflächen wie schon in den vergangenen Jahren im Kongressbereich der Halle 10 im
1. OG Möglichkeiten der Unternehmens-Präsentation geben.

»Unsere Warteliste für Ausstellungsplätze ist weiterhin sehr lang«

Andreas Ott, Category Manager bei Reed Exhibitions Österreich, im Gespräch mit HOGAPAGE über neue Freiluftbereiche auf der »Alles für den Gast«, prominente Abgänge bei den Ausstellern und die Zukunft der Messe in weiteren 50 Jahren.

Herr Ott, Gratulation zur 50. Ausgabe der »Alles für den Gast«. Auf welche Neuerungen dürfen sich die Gäste zum Jubiläum freuen?
Die 50. Ausgabe der »Alles für den Gast Herbst« glänzt mit mehreren Premieren: von der Veganen Erlebniswelt, dem direkt im Anschluss an die Halle 9 gelegenen Bereich der Outdoor-Gastro bis hin zur Start-up-Area für branchenrelevante innovative Gründer.

Was ist Ihr USP hier? Salzburg war ja nicht immer die unbestrittene Nr. 1 unter den österreichischen Gastro-Fachmessen.
Die »Alles für den Gast Herbst« ist unbestritten die Nummer eins im gesamten Alpen-Adria-Donauraum. Keine andere österreichische Fachmesse hatte nur annähernd jemals diesen Status. Kein Wunder: Die deutlich mehr als 700 Aussteller bilden das gesamte Spektrum in höchster Qualität und breitester Quantität ab. 46.000 Fachbesucher wissen dies alljährlich zu schätzen. Hier ist alles vertreten, was in Hotellerie und Gastronomie Rang und Namen hat.

Ist weiteres Wachstum bei Ausstellern oder Besuchern überhaupt noch möglich oder ist der Zenit im Großen und Ganzen erreicht?
Mit rund 750 Ausstellern belegen wir auch bei der 50. Ausgabe das gesamte Messezentrum samt Salzburgarena bis auf den letzten Quadratmeter. Trotzdem arbeiten wir immer wieder an kreativen Möglichkeiten, neue Präsentationsflächen zu schaffen. Die Ausstellungsfläche im Obergeschoss der Halle 10, die neue Start-up-Area, der Outdoor-Bereich als auch die Vegane Erlebniswelt im Foyer der Halle 10 sind ein eindeutiges Zeichen für Wachstum. Wobei Flächenwachstum nur bedingt aussagekräftig ist. Noch mehr zählt die Qualität – und diese lässt sich immer wieder verbessern.

Erstmals soll dieses Jahr ein Außenbereich »bespielt« werden. Für Sie eine Idee, die sich in den kommenden Jahren noch ausbauen ließe, um zusätzlichen Ausstellungsplatz zu gewinnen?
Natürlich, jedoch wollten wir damit in erster Linie unseren Ausstellern, die in der Outdoor-Gastro tätig sind, eine Möglichkeit bieten, sich zu präsentieren. Umso mehr freut es uns, dass sich nun erstmals der Outdoor-Betrieb in allen Facetten live erleben lässt – inklusive Anheizen des Smokers, was bislang auf der »Alles für den Gast« noch nie möglich war.

Es soll im Foyer der Halle 10 erstmals eine »Vegane Welt« geben. Wäre es für Sie in Zukunft denkbar, generell die Aussteller nach Themenbereichen zu ordnen? Bisher war ja alles – durchaus bewusst – bunt durchmischt, der Brauereistand neben dem Textil-Anbieter.

Wir als Veranstalter versuchen gemeinsam mit unseren Ausstellern, die zugleich unsere langjährigen Partner und Inputgeber sind, stets Trends aufzugreifen, die die Fachwelt bewegen und beschäftigen. Das Ergebnis ist eine vielfältige Landschaft mit einem hohen Angebotsmix, der sich auf der »Alles für den Gast« widerspiegelt. Genau diese inhaltliche Abwechslung hält einerseits den Spannungsbogen bei Fachbesuchern hoch und schafft andererseits Inspiration, Erlebnis und Emotion.

Gab es schon je Überlegungen, mit gestaffelten Eintrittspreisen die Besucherströme etwas zu ent­zerren und speziell den Andrang am Montag und Dienstag ein wenig auf die anderen Tage zu verteilen?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es den klassischen Gastro-Montag eigentlich nicht mehr in der bekannten Form gibt und sich die Gastronomie dahingehend im städtischen und ländlichen Bereich verändert hat. Dies verzeichnen wir auch an unseren Besucherzahlen, die an den fünf Messetagen schon annähernd gut ausgeglichen sind.

Im letzten Jahr hat es den einen oder anderen überraschenden prominenten Abgang unter den Ausstellern gegeben. Machen Sie sich Sorgen, dass dieses Beispiel Schule machen könnte, dass eine Präsenz auf der »Alles für den Gast« für andere Unternehmen nicht mehr zur Selbstverständlichkeit wird, speziell wenn man die gesamte Kosten-Nutzen-Rechnung im Blick hat?
Die Branche ist ständig im Wandel und muss sich stark an Strömungen und Hypes orientieren. Oft wechseln in den Firmen handelnde Personen oder Marketingkonzepte. Dies bringt auch Zu- und Abgänge am Markt. Wir vermerken diesbezüglich jedoch nur marginale Veränderungen – unsere Warteliste für Ausstellungsplätze ist weiterhin sehr lang. Fakt ist, es gibt keine bessere Möglichkeit, auf mehr maßgebliche Akteure einer Branche innerhalb kürzester Zeit an einem Ort zu treffen, Produkte live zu erleben und wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Früher hatte die »Alles für den Gast« ja deutlich mehr den Charakter einer Ordermesse. Heute hört man von vielen Ausstellern, dass die Besucher sich eher nur informieren. Sehen Sie an diesem

Trend langfristig ein Problem für das Messekonzept?
Auch wenn sich die Beschaffung in den letzten Jahren stark verändert hat, das Erlebnis Messe behält weiterhin einen hohen Stellenwert. Eine reale Messe spricht alle Sinne an, weckt Emotionen, schafft ein Erlebnis, schürt die Neugier nach Innovationen, ermöglicht unvermittelten Branchenkontakt. Gerade bzw. vor allem bei einer Food & Beverage-Messe wie der »Alles für den Gast« kann das Riechen, Schmecken, Ertasten nur persönlich und vor Ort erfolgen – das ist unmöglich virtuell oder durch einen Außendienst zu ersetzen.

Denken Sie, dass es die »Alles für den Gast« in dieser Form in weiteren 50 Jahren noch immer geben kann?
Davon bin ich absolut überzeugt.


Messeneuheiten

Gut 750 Aussteller werden auch dieses Jahr von 9. bis 13. November 2019 auf der »Alles für den Gast«-Messe in Salzburg dem Fach­publikum ihre Dienstleistungs- und Produkt­innovationen präsentieren. Einige der spannendsten und interessantesten Neuheiten stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten vor.

Lenz Moser
Foto: Lenz Moser

Lenz Moser: edle Weine aus dem Traditionshaus

Die Weinkellerei Lenz Moser präsentiert auf der AfdG am Messestand der GHG, Getränkehandelshaus Linz, ihr umfangreiches Weinsortiment. Ein besonderes Augenmerk gilt den Weinen aus den selbst bewirtschafteten Weingütern. Das Schlossweingut des Souveränen Malteser Ritterordens in Mailberg (50 Hektar, seit 1969 ein Weingut Lenz Moser) und das Weingut Klosterkeller Siegendorf (24 Hektar, dieses seit 1988) zählen zu den Leitbetrieben Österreichs. Die GHG präsentiert daneben aber auch hervorragende Getränke aus ihrem internationalen Schaumwein- und Spirituosensortiment. Halle 1, Stand 0410


Bauernland
Foto: Bauernland

Bauernland: Knödl sind immer eine runde Sache

Das Produktsortiment der Frisch&Frost-Marke Bauernland bietet jetzt eine noch größere Vielfalt an herzhaften und pikanten Knödeln, die man im Rahmen der AfdG präsentieren möchte: Genießer herzhafter Knödel kommen etwa mit den gefüllten Knödeln auf ihre Kosten: Rauchkuchlknödel, Selchspeckknödel, Grammelknödel oder Hascheeknödel stehen auf dem Programm. Ebenso werden Spinat-Käse-Knödel oder Tiroler Knödel zur Verkostung geboten. Geschmacklichen Suppen-Genuss versprechen dagegen die Tiroler Suppenknödel.
Halle 10, Stand 1109


 

Metro
Foto: Metro

Metro: Top-Gastro-Events, Services und innovative Produkte

Am Metro-Hauptstand werden die Eigenmarken sowie Produkte von Partnern wie DIAGEO, Coca-Cola, Karlowsky und asiatische Produkte von Kreyenhop & Kluge und CJ Foods präsentiert. Highlights sind die täglichen Masterclasses mit Top-Köchen wie Tim Raue, Christina Steindl, Walter Leidenfrost, Siegfried Dick, Klemens Schraml und den Profis von Euro-Toques. Am Innovationsstand launcht Metro das neue Bestellportal für Zustellkunden mit über 50.000 Artikeln, das gemeinsam mit Gastro-Kunden auf HoReCa-Bedürfnisse ausgerichtet wurde. Zudem präsentiert man spannende Möglichkeiten für die Gastronomie und Services, die den Kunden den Arbeitsalltag erleichtern können.
Halle 10, Stand 0927, 0928


 

Wedel
Foto: www.neumayr.cc

Wedl: Eintauchen in die Welt der Kulinarik

Am Wedl-Stand können Besucher wie gewohnt in das Sortiment aus den fünf Wedl-Genusswelten eintauchen. Neben schmackhaften regionalen Highlights finden die Fachbesucher auch Delikatessen aus den Bereichen Fisch & Fleisch sowie Obst & Gemüse. Der dazu passende edle Tropfen und auch der italienische Kaffeegenuss kommen nicht zu kurz. Für kulinarische Finesse sorgen die Starköche Thomas Dorfer am Montag und Martin Sieberer am Dienstag.
Halle 06, Stand 0532


 

Schaerer
Foto: Schaerer

Schaerer: Kaffeequalität für individuelle Bedürfnisse

Individuelle Maschinen bei gleichzeitig höchster Kaffeequalität an­zubieten, lautet der Anspruch von Schaerer. Was dies konkret für Kunden bedeutet, will man auf der »Alles für den Gast« zeigen. Der Kerngedanke, Kunden eine auf ihr Geschäftsmodell maßgeschneiderte Lösung anzubieten und sie somit bestmöglich bei der Weiterentwicklung ihres Kaffeegeschäfts zu unterstützen, soll auf dem Messestand erlebbar werden, unter anderem mit der Präsentation der Schaerer Coffee Soul mit »Hot & Cold«-Technologie und dem Selbstbedienungskonzept Schaerer Premium Coffee Corner.
Halle 01, Stand 0211


 

markilux
Foto: markilux

markilux: Gäste lieben es gemütlich

Markisenprofi markilux bietet ein spezielles Produktprogramm an, um große Außenflächen zu beschatten. Dabei eröffnet die Vielfalt an verschieden kombinierbaren Markisenanlagen zudem auch reichlich Raum für individuelle Konzepte. Unter dem Namen »team project« profitieren Kunden aus Gastronomie und Hotellerie von einem Rundum-Service: von der ersten Idee über die Beratung bis zur 3-D-Visualisierung und der Kooperation mit Fachpartnern vor Ort, die für die Montage zuständig sind. Der Vorteil für Gastronomen: Wetterfeste Außengastronomie bringt zuverlässig ein deutliches Umsatzplus.
Halle 04, Stand 0307

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