10 Tipps für den perfekten Start in den Azubi Alltag
Fotos: iStockphoto

Wertschätzung, die sich auszahlt

von Sebastian Bütow
Freitag, 06.09.2019
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1. Paten oder »Buddys« für die Neuen

Wertvoll in den ersten Tagen: Ein offizieller Ansprechpartner für alle Fragen, die sich halt so stellen, wenn man beim neuen Arbeitgeber anfängt. Immer öfter weisen Betriebe den Azubis Paten oder Buddys (englisch für Kumpel) zu, die ihnen als Ansprechpartner und Starthelfer zur Verfügung stehen. Idealerweise haben die Paten eine locker-positive Art, den Spirit des Betriebs im Blut und stecken »ihre« Azubis gleich am ersten Tag damit an. »Die Auswahl der Paten findet bei uns schon vor Ausbildungsbeginn statt«, so Otto Lindner, Vorstand der Lindner-Hotels, »sodass schon vorher Kontakt aufgenommen werden kann.«

2. Alles schon vorbereitet, wenn die Azubis loslegen

Ob Spindschlüssel, Berufskleidung, Namensschilder oder Passwörter für PC-Anwendungen – die Azubis fühlen sich besonders willkommen, wenn alle Instrumente für ihre Arbeit gleich vorliegen und alles erledigt ist für ihren reibungslosen Start.

3. Postkarte kurz vor Dienstantritt

Freut jeden! Ein paar Tage vor Dienstantritt eine altmodische Postkarte im Briefkasten mit einem kurzen, aber herzlichen »Wir freuen uns auf Dich!«-Text, unterschrieben von allen zukünftigen Teammitgliedern. So macht es die Europazentrale der Best-Western-Hotels. Kleiner Aufwand, großer Effekt.

4. Kleine Geschenke versüßen den Start

Ob eine Kaffeetasse mit Namen, ein Blumenstrauß oder ein Gutschein für eine Gratis-Übernachtung im Schwesternhotel: Wer freut sich nicht über kleine Aufmerksamkeiten und Präsente? Solche gelingen besonders, wenn sie nicht beliebig ausgewählt, sondern den Vorlieben der jeweiligen Azubis angepasst werden.

»Wir schenken unseren Azubis zur Begrüßung eine Schultüte, wie Erstklässlern«, berichtet Lisa Kuntzsch, Human Resources Manager des 25Hours-Hotels Bikini Berlin. »Darin befindet sich zum Beispiel eine Trinkflasche, Stifte, Socken, Süßigkeiten, USB-Sticks und andere, individuelle Dinge, die man hier je nach Ausbildung gut gebrauchen kann.«

5. Einarbeitungsplan

»Wir geben unseren Azubis gleich zu Beginn einen individuellen Einarbeitungsplan in die Hand«, sagt Anke Cimbal, Kommunikationschefin der Best Western Central Europe in Eschborn. Alle relevanten Schulungen, Termine und Infomaterial sind in dem Fahrplan für die Azubi-Einarbeitung enthalten.

6. Azubi-Vorstellung im Intranet

Ein nettes Foto, ein knackiges Kurzporträt – die Best-Western-Hotels und viele andere stellen ihre neuen Azubis im Intranet vor. »So erfahren alle, wer sie sind, woher sie kommen und vielleicht auch etwas über die Hobbys und Interessen der Neuen«, so Anke Cimbal.

7. Willkommensmappe

Alle Informationen, die Azubis brauchen, kompakt vereint in einer Mappe. Darin enthalten auch Infos über die Geschichte des Arbeitgebers. Eine tolle Möglichkeit, um den Youngsters auch die Philosophie des Unternehmens näherzubringen. Außerdem: Alles über Sicherheit, Weiterbildungsmöglichkeiten, Benefits – sowie ein Organigramm, alle Gesichter und Namen, mit denen man ab sofort täglich zu tun haben wird. Wer kann sich schon auf Anhieb alle Namen merken?

8. Ein herzliches Willkommen auch von ganz oben!

Azubis sind keine durchlaufenden Posten – und im besten Fall die Führungskräfte von morgen. Nicht nur die wichtigsten Bezugspersonen, auch die Chefetage und andere Abteilungsleiter sagen ausführlich »Hallo« und treten den jungen Leuten mit Interesse und Wertschätzung gegenüber.

9. Willkommenstage / Onboarding-Seminare

Ein Muss, wenn viele Azubis gleichzeitig starten. Beim Willkommenstag heißt das ganze Haus die Neuen willkommen, erläutert die Werte, Regeln und Ziele des Betriebs. Die Neuen lernen sich in lockerer Atmosphäre kennen, stoßen am Abend auf eine großartige Zukunft an. Die 25hours-Hotels veranstalten »Orientation Days« für ihre Azubis, von denen sie eine Menge Input über ihre neue Arbeitswelt mit nach Hause nehmen. Die Lindner-Hotels haben für den Berufseinstieg dreitägige »Azubi-Onboard-Seminare« entwickelt, mit dem Ziel, das Vertrauen zu stärken, Unsicherheiten zu beseitigen und die Abbruchquote zu senken.

10. Statt biederer Führung durchs Haus: Schnitzeljagd für Azubis

Rundführungen durchs neue Unternehmen, alle Etagen abklappern und Hände schütteln von zukünftigen Kollegen, deren Namen man eh gleich wieder vergisst? Out! Als Alternative für dieses steife Prozedere eignet sich eine Schnitzeljagd für Azubis. »Wie heißt unser Kundenbindungsprogramm? Wie viele Pressemitteilungen verschickt unsere Abteilung?« Die Azubis bekommen Fragen wie diese, aber auch Aufgabenstellungen mit auf den Weg, rennen durch alle Abteilungen und lernen dadurch spielerisch alle Bereiche kennen«, erklärt Anke Cimbal. »Bei uns im Head Office versuchen wir seit Jahren, den Azubis mit Kreativität und Herzlichkeit zu begegnen, wenn sie bei uns anfangen.« Ein bisschen Quiz, ein bisschen Wettbewerb und verlockende Preise machen eine Azubi-Schnitzeljagd zum lehrreichen Spaß-Event für die Neuen.

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