Entrepreneur Mirko Silz
Foto: Florian Deventer

Das Geheimnis meines Erfolges-Mirko Silz

von Daniela Müller
Donnerstag, 04.07.2019
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»Verliere nie die Bedürfnisse deiner Mitarbeiter und Gäste aus dem Blick!«

Mirko Silz absolvierte eine Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel, bevor er von 1991 bis 2005 McDonald’s-Franchiseunternehmen in verschiedenen Managementpositionen unterstützte. 2006 wurde er zum Alleinvorstand der VAPIANO SE berufen. Er führte von 2014 bis 2017 als Franchisepartner der Marke L’Osteria eigene Restaurants in Dresden, war parallel dazu auch als CEO der Marke Coa tätig. Seit September 2016 ist er nun CEO bei L’Osteria und arbeitet mit Nachdruck am europaweiten Rollout der Marke. Mirko Silz ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in München.

Haben Sie ein gastronomisches Vorbild?
Der Starbucks-»Gründer« Howard Schultz beeindruckt mich insbesondere, weil er es geschafft hat, eine unglaubliche Wachstumsstory hinzulegen, und dabei das Wohl seiner Kunden und Mitarbeiter nie aus dem Blick verloren hat. Darüber hinaus baute er eine globale Marke mit einer starken Unternehmenskultur auf, die seinesgleichen sucht. Außerdem der McDonald’s-»Gründer« Ray Kroc.

Was war Ihre größte Hürde auf dem Weg zum Erfolg?
Meine eigenen Stärken zu erkennen, mich darauf zu verlassen und sie konsequent einzusetzen.

Gibt es Dos & Don’ts für ein erfolgreiches Gastronomiekonzept?
Um erfolgreich zu sein, ist es notwendig, den Fokus auf die Menschen, den Geschäftsbetrieb und die Abläufe sowie auf die betriebswirtschaftlichen Zahlen zu legen. People, Operation & BWA – das sind die Dos. Genau in dieser Reihenfolge. Das Don’t: Verliere nie die Bedürfnisse deiner Mitarbeiter und Gäste aus dem Blick!

Was würden Sie einem jungen Koch raten, der vom eigenen Lokal/Unternehmen träumt?
Lerne nicht nur das Kochhandwerk, sondern unbedingt auch Betriebswirtschaft und Mitarbeiterführung.

Wie hat sich Ihr Geschäft in den letzten Jahren verändert?
Die digitale Transformation bestimmt die Zukunft unserer Branche. Unsere Gäste erwarten Mobilität und Flexibilität, unter anderem die Dienstleistung betreffend. Service­geschwindigkeit, Bezahlungs-, Order- und Reservierungssysteme sowie Delivery Business – all diese Themen hängen stark mit dem Digitalisierungs-Trend zusammen.

Auf welchen Erfolg sind Sie besonders stolz?
Es gibt nicht den einen Erfolg, auf den ich stolz bin, sondern all das wertschätzende Feedback von meinen Mitarbeitern und Gästen, Franchisepartnern sowie Lieferanten in meinen vergangenen 28 Jahren in der Systemgastronomie.

Was war Ihr größter unternehmerischer Fehler?
Den falschen Personen zu vertrauen.

Gibt es Dinge, die Sie heute anders machen würden?
Viele, aber diese erkennt man erst mit Blick nach hinten. Lernen, lernen und immer wieder lernen heißt die Devise.

Wie oft schauen Sie persönlich in all Ihren Betrieben vorbei?
Bei mittlerweile mehr als 110 Restaurants in sieben Ländern kommt dies leider viel zu selten vor, da muss ich mich auf meine Mannschaft verlassen.
Der Original-Text aus dem Magazin wurde für die Online-Version evtl. gekürzt bzw. angepasst.

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